Die neue Sprache der Kommunikation

Der Stellenwert der Umstellung auf All-IP im Gesamtkomplex „Digitale Transformation von Unternehmen“

Durch die All-IP schreitet die digitale Transformation unaufhaltsam voran. Bereits 1989 war Deutschland mit der Einführung des nationalen ISDN-Standards Vorreiter in Europa. Denn mit der Einführung des Integrierten Sprach- und Daten-Netzes (ISDN) wurde die analoge Telefonwelt abgelöst. Damals ahnte noch keiner, dass das Internet als Übertragungsnetz und das Internet Protocol (IP) sich auch auf die Sprachübermittlung ausdehnen werde und ISDN dadurch in ein Schattendasein gedrängt wird.

Mit der All-IP endet nun die Ära des ISDN. Obwohl ISDN und deren Weiterentwicklungen der IP anfangs weit überlegen waren, scheiterte diese Technologie letzten Endes an der Anpassungsfähigkeit. Zwar dauerte es zunächst Jahre, bis Telefonie über IP (SIP) den Reifegrad der ISDN-Telefonie erreichte, aber seit circa fünf Jahren sind SIP-Trunks ausgereift. Sie sorgen zuverlässig für eine weltweite Durchgängigkeit der Informationsübermittlung – mit hoher Sprachqualität. Aus diesem Grund kommt die nationale Umstellung von ISDN auf All-IP genau zum richtigen Zeitpunkt.

All-IP als Enabler für neue Geschäftsfelder und Services

In der Zukunft sprechen alle Elemente der betrieblichen Kommunikation und Datenverarbeitung IP. Mit dieser einheitlichen Sprache ergeben sich erhebliche Möglichkeiten, um Kosten zu sparen, Synergien zu nutzen und die Integration der Anwendungen voranzutreiben. Denn eine einheitliche Sprache reduziert die Komplexität der Infrastruktur und setzt Ressourcen frei. Dadurch entsteht natürlich Raum für neue Service-Ideen. Wichtig ist hierbei, genau zu ermitteln, welche Potentiale eine eigene ISDN-Migration erschließt und diese dann in eine Zielarchitektur niederzuschreiben. Denn prinzipiell gilt, nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll.

Wann sind ISDN-Migrationen sinnvoll?

Jede Betriebssituation ist anders. Jede Lösungsmöglichkeit muss daher anhand des individuellen Nutzens erst einmal analysiert werden. Im einfachsten Fall reicht ein schlichter Schnittstellenwandler. Dieser übersetzt die vorhandene ISDN-Struktur in IP. Ganz getreu dem Motto: „Never change a running system.“ Der Vorteil hierbei ist, dass die Mitarbeiter Ihre Endgeräte behalten und sich nicht an ungewohnte Bedienschritte gewöhnen müssen.

Ein anderer Schritt wäre die Anschaffung einer SIP-Telefonanlage, eventuell mit der Integration an die bestehende IT-Umgebung. Oder man verzichtet auf eine eigene Lösung stellt auf eine virtuelle Telefonanlage, z.B. IP-Centrex, um. Dies hat den Vorteil, dass man komplett ortsunabhängig kommunizieren kann. Egal ob im Büro oder am Arbeitsplatz zuhause, der Anrufer erreicht einen immer unter derselben Rufnummer.

Auch wenn die All-IP interessante Möglichkeiten schafft, wäre es falsch zu sagen, dass die Unternehmen ihr bestehendes Kommunikationssystem komplett über Bord werfen sollten. Es gilt immer die Devise, alles kann, nichts muss.

Betriebssicherheit mit All-IP?

Die SIPO-Technik ist heute bereits sehr gut ausgereift. Hinter der Skepsis einiger Nutzer gegenüber All-IP steckt nicht zuletzt oft ein überholtes Technikbild. Die ISDN-Telefonie kennen wir als extrem zuverlässig. Wenn wir uns verwählt haben, dann haben wir gewusst, dass wir uns verwählt haben. Wechselt ein Computerprogramm z.B. einfach die Schrift, ist schnell die Aussage getätigt, dass es der PC sein muss. Die All-IP reicht heute bereits an die Zuverlässigkeit der ISDN-Telefonie heran und bietet oft im Störungsfall noch zusätzliche Möglichkeiten. Die SIP-Telefonie lässt sich ad hoc auch auf andere Kommunikationswege oder Endgeräte, wie Mobiltelefone, umleiten. Bei virtuellen Anlagen kann die Anzahl der verfügbaren Anschlüsse per Mausklick geändert werden. In der heutigen Zeit, mit schwankendem Personal, ist dies aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch ein wichtiger Faktor.

Wie kommen Unternehmen durch die Umstellungsphase?

Die Auswirkung der Umstellung hängt stark von der gewählten Migrationslösung ab. Eine Möglichkeit stellt in der Übergangszeit der Parallelbetrieb von ISDN und ALL-IP dar. Dadurch kann eine durchgängige Erreichbarkeit gewährleistet werden. Beim Einsatz neuer Arbeitsplatztechnik sollten die Mitarbeiter frühzeitig in den Umstellungsbetrieb mit einbezogen werden, sodass ein nahtloser Übergang gewährleistet werden kann. Dazu zählen unter anderem auch Mitarbeiterschulungen, um die Akzeptanz für die neue IP-Technik zu erhöhen.

Der Countdown läuft…

Ende 2018 wird analoge oder ISDN-Telefonie in Deutschland weitestgehend Geschichte sein. Seit 2016 läuft die Umstellung auf All-IP bereits. Unternehmen, egal welcher Größe, die noch keine Kündigung bekommen haben, sollten Jetzt schnell handeln. Wer die Umstellungsankündigung des eigenen Anbieters ignorieren, riskieren damit, am Stichtag der Abschaltung ohne Telefonanschluss dazustehen.

Auch wenn bisher noch keine Kündigung vom bisherigen Anbieter vorliegt, lohnt es sich, jetzt das Partnerunternehmen für die Umstellung ohne Zeitdruck selbst auszuwählen.

Im Rahmen eines foOne-Vertrags ist es möglich, dies auch bei den Stadtwerken Forchheim zu machen, wenn das Unternehmen im Versorgungsraum liegt. Alle Tarife finden Sie unter: https://www.fo-one.de/produkte/fuer-geschaeftskunden/

 

 

26. Juni 2018: Die Stadtwerke Forchheim bauen das zukunftsfähige Glasfasernetz für Forchheim aus

Die Stadtwerke Forchheim GmbH hat den Zuschlag von der Stadt Forchheim erhalten, im Zuge des bayerischen Breitbandförderprogramms die Gebiete Kersbach West, Serlbach, Sigritzau sowie die Gewerbegebiete Lände, Pfaffensee und Breitweidig an das Glasfasernetz anzuschließen. Mit einer Fördersumme in Höhe von 375.000 Euro aus dem bayerischen Fördertopf unternimmt die Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken den nächsten Schritt für eine zukunfts- und datensichere Infrastruktur für Gewerbe und Bürger/-innen in Forchheim.


Das Netz der Zukunft für Forchheim
Die Bundesregierung spricht seit 2009 von dem Ziel des flächendeckenden Internets mit mindestens 50 Megabit. Um dieses Ziel zeitnah zu erreichen, haben es sich die Stadtwerke Forchheim, als Infrastrukturspezialist vor Ort, zur Aufgabe gemacht, die Stadt neben Strom, Wasser, und Gas mit Glasfaser zu versorgen. „Die Stadtwerke sind natürlich sehr stolz über das Vertrauen, welches uns die Stadt ausspricht, Forchheim aktiv in seiner digitalen Zukunft zu unterstützen“, unterstreicht Herr Reinhold Müller, Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim.
Die Breitbandförderung des Freistaats ermöglicht es den Stadtwerken im Auftrag der Stadt Forchheim, die „weißen Flecken“ des Stadtgebiets über Glasfaser mit Daten in Lichtgeschwindigkeit zu versorgen. Als „weiße Flecken“ werden dabei Gebiete bezeichnet, die bisher nur eine Internetverbindung von weniger als 30 Megabit aufweisen und für Telekommunikationsunternehmen als unattraktiv für den Ausbau angesehen werden. „Eine leistungsfähige Breitband-Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor für Gewerbebetreibende sowie für den Wohnstandort Forchheim. Mit dem Start des Glasfaserausbaus erfolgt ein weiterer Schritt von Megabit zu Gigabit und damit hin zu einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur in der Stadt Forchheim,“ sagt Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein.


Schritt für Schritt der Digitalisierung von morgen entgegen
Insgesamt werden fast zwölf Kilometer Glasfaser in den Fördergebieten verlegt. Der Ausbau in den Gebieten wird innerhalb der nächsten zwölf Monate realisiert und ermöglicht gerade den Unternehmen in den Gewerbegebieten Lände, Pfaffensee und Breitweidig einen sehr guten Standortvorteil, da über das Glasfasernetz Bandbreiten im Gigabitbereich abrufbar sein werden. Die Bauarbeiten in den Gebieten Lände, Pfaffensee und Breitweidig sowie Serlbach beginnen bereits in diesem Jahr. Dabei wird Glasfaser bis zur Grundstücksgrenze, wie es die Ausschreibung vorsieht, verlegt. In der ersten Jahreshälfte 2019 folgen dann die Gebiete Kersbach West und Sigritzau. Um einen Glasfaseranschluss bis ins Haus (FTTB/H) verlegt zu bekommen, bieten die Stadtwerke den Immobilienbesitzern die einmalige Möglichkeit, diesen Anschluss zum Sonderpreis zu erhalten. Die Eigentümer werden durch die Stadtwerke Forchheim im Vorfeld separat per Post über die wichtigen Modalitäten informiert.

Verfügbarkeitscheck

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